Angst – auf den Zweiten Blick…

Frage: Was ich immer noch nicht verstanden habe, ist das mit der Angst. Du sagst, es gibt sie nicht wirklich – ich spüre sie aber! Kannst Du das nochmal genau erklären?

A: Danke, daß Du nachhakst! Die Angst zu verstehen ist sehr wichtig!
Sind wir Menschen entspannt, ist unsere Energie im Körper, also im Bauch, in den Füßen und im Herz, dann können wir den Augenblick erleben und genießen.
Präsenz ist die Folge, wenn wir unsere Energie gut im Körper verankert haben.

Sind wir hingegen angespannt, wandert unsere Energie in den Kopf und das Hier und Jetzt wird ein unerreichbarer Ort. Warum? Weil unser Kopf nicht dafür gebaut ist, so viel von unserer Energie zu fassen.

Es ist wie bei einer Flöte. Bläst man sachte und mit Bedacht rein, kommt schöne Musik raus. Pustet man wie von der Tarantel gestochen rein, pfeifft und quietscht das Ding, es kommt nur ohrenbetäubender Krach raus. Die Flöte ist nicht für so viel Luft gemacht! Sie wird völlig zweckentfremdet und eine Waffe, wenn man da wie ein Berserker reinbläst.

Der Kopf ist dafür gebaut, eine gewisse Menge an Energie zu fassen. Dann funktioniert er im Einklang mit dem ganzen Wesen. Ist aber der Großteil der Energie eines Menschen im Kopf, wandert seine Energie rauf, rauf, rauf, dann wird der Kopf dysfunktional, wie die überpowerte Flöte.

In Mexico sagt man, ein Kopf, der alleingelassen auf Hochtouren läuft, LÜGT.
Jemand, der seine Energie im Körper zentriert hat, betrachtet den im Kopf gestauten Menschen und denkt sich: „Oje, was ist denn mit dem los? Der glaubt dauernd dem lügnerischen Kopf. Der spinnt…“.
Umgekehrt wird der im Kopf zentrierte den, der seine Hauptenergie im Bauch hat, als verrückt und irrational einstufen. Dabei ist er das vielleicht gar nicht! Nur funktionieren beide Leute nach einem komplett anderen Schema und haben Probleme, den anderen zu verstehen.

Bei westlichen Menschen ist die Energie häufig entweder sehr oder sehr, sehr im Kopf. Seit 500 Jahren wird in unserem Kulturkreis das Denken verherrlicht. Ich denke also bin ich, sagte Decartes. Für einen mexikanischen Indio ist das einfach nur gequirlter Unsinn!? Ich bin, also BIN ich – und der Kopf hilft mir, wo ich es brauche, vernünftig und bodenständig zu sein und richtig zu handeln.“ – würde der vielleicht eher sagen.

Schmerzhafte Erlebnisse und Anspannung, sowie Streß und Trauma machen, daß unsere Energie in den Kopf rutscht. Werden diese akuten Streßzustände nicht mit gründlicher Erholung, Nichtstun, Heilen lassen und liebevoller Aufmerksamkeit aufgewogen, entsteht ein chronischer Schiefstand.
In diesem beginnt der Verstand, wie die überpustete Flöte zu quietschen.

Dieses Quietschen könnte man als Angst deuten. Der Kopf versucht nun, mit dem gestauten Übermaß an Energie fertig zu werden und dabei wird er dysfunktional.
Er beginnt zu spinnen, produziert falsche Eindrücke. Er beginnt eben zu lügen.

 

Eine andere Ausprägung dieses Phänomens wäre jemand, der z.B. eine sehr blühende Fantasie hat. Also jemand, der sich gewohnheitsmäßig wegträumt und übermäßig reiche innere Bilder hat, bei dem sich die Welten komplett vermischen. Der Kopf führt diese arme Person an der Nase herum! Er oder sie kann nicht mehr zwischen äußeren und inneren Realitäten unterscheiden und wir zum Narren, zu einem Luftschlosser.

Zurück zu Deiner Frage: Du nimmst die Angst wahr, also denkst Du, daß sie real ist?
Hast Du schon mal einem Zauberkünstler zugesehen? Dieser führt blitzschnelle Bewegungen aus und kreiert so wunderschöne und verblüffende Illusionen. Die Hand ist schneller als das Auge. Der Zauberkünstler trickst uns aus und erschafft somit den Eindruck, daß etwas real ist, was in Wahrheit nur ein Trick ist.

Es gibt also Dinge, die uns wahr erscheinen, aber dennoch Illusion sind. So ist das auch mit der Angst! Wir denken, sie ist da und daß sie ein reales Ding ist! Tatsächlich ist sie nur eine verblüffende Illusion, mehr nicht. Ein gut gemachter Trick eines dysfunktionalen Kopfes.

Wenn Du Lust hast, nicht von Deinem Kopf an der Nase herum geführt zu werden, weil Du z.B. keine Angst mehr erleben willst oder weil Du gestochen scharfe Eingebungen haben möchtest (denn ja, auch denen steht der überpowerte Kopf entgegen!) dann kümmere Dich bewußt um Deine Erdung.

  • Dünne Deinen Terminkalender aus,
  • gehe viel zu Fuß,
  • räume Dein Zuhause auf,
  • massiere Dir die Füße,
  • setze Dich abends in Ruhe vor eine Kerze,
  • vermeide Leute, die Dich nerven und
  • sag nein zu allem, was nicht sein muß und nur Streß für Dich ist.
  • Bemuttere Dich selbst und
  • gestatte Dir zu entspannen und auch mal faul zu sein.

Je mehr Du Deine Energie in den Körper ziehst und den Kopf von dem Überdruck befreist, desto präsenter wirst Du. Und wenn man ganz im Hier und Jetzt ist, gibt es keine Angst mehr.
Dann ist man in Kontakt mit dem Leben – nicht mit einem Zaubertrick ;o)

 


Werde ein Zweiter Blick Insider und sei immer auf dem Laufenden!
Du erhältst exklusive monatliche Videos und ZWEI gratis eBooks
„Wie man sich energetisch schützt“
und
„Wie man im Hier und Jetzt ist und bleibt“
.

Deine Adresse ist bei uns sicher. Du kannst Dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden.