Spirituelle Praktiken – auf den Zweiten Blick…

Frage: Warum wird in traditionellen spirituellen Lehren so häufig auf körperliche Askese hingewiesen, Fasten, Enthaltsamkeit usw.?

A: Interessante Frage! Danke, daß Du sie stellst :o) Heute werden wir bombardiert mit Fehlmeldungen und fake news. Wieso nehmen wir an, daß das früher anders war? Woher kommt der Glaube, daß alte Lehren wahr sein müssen??? 

Die Geheimlehren oder okkulten Traditionen sind alte Schule. Alte Lehren der alten Zeit.
Hunderte oder tausende Jahre altes Zeug. Manches darin ist wahr, vieles darin ist nicht mehr zeitgemäß und einiges davon ist schlichtweg Unsinn (meine bescheidene Meinung ;o)).

In früheren Zeiten war es sehr schwierig in einer Welt, die so dicht wie Blei war, eine spirituelle Frequenz zu erreichen. Die Normen der Gesellschaft waren erstickend, man kam kaum oder nur schwierig an Information, an Bildung heran, ein Leben ohne Maschinen war von Mühsal und Hunger geprägt.

Heute sind Leute fettleibig, Werte sind ein Luxus, den sich wenige leisten ;o) und wir werden so überschwemmt mit Informationen, daß wir total überfordert sind, das Richtige und Echte herauszufiltern.

Die Zeitenergie ist extrem anders als noch vor 50 oder 100 Jahren, geschweige denn vor 1000 Jahren. Was damals Gesetz war, ist heute eigenartig anmutende Dogmatik. Erleuchtung erlangte man traditionell durch harte Schulung, bitteres Training, beflissentliches Studium von Schriften, grobe Entbehrungen.

Heute seh ich den Weg dazu eher darin,
– alles komplett über Bord zu werfen,
– gnadenlos selbstehrlich zu sein,
– sich selbst mögen zu lernen,
– nach innen zu schauen und
– sich nix dreinreden zu lassen
(zu dem Schluß komm ich wahrscheinlich, weil ich eine etwas sture und ignorante Person bin… ;oD).

Die Lehren, daß man nur zu Erkenntnis kommen kann, wenn man morgens um 3 Uhr aufsteht, 27 rückenbrecherische Yoga Übungen macht, immerzu Hafergrütze ißt, orange Leintücher anziehen und 650 Mal pro Stunde Hare-Hare-Hare-Krishna rezitieren und dabei natürlich absolut keusch leben muß – sind mir bekannt.

Ich kann Dir aber versichern, daß ich spirituelle Erleuchtungserfahrungen auch schon im überfressenen Zustand erlebt habe, in meinen wildesten Jahren wo Enthaltsamkeit… nunja, einfach wirklich nicht mein Thema war ;o) und daß ich den Versuch, Spiritualität durch KLEIDUNG auszudrücken, sowieso generell mega albern finde.

Also nix gegen Yoga, früh aufstehen, Leintücher anziehen und Selbstdisziplin!
Jedem das seine.
Ich würde mich selbst übrigens als durchaus diszipliniert einstufen! Aber eben dort, wo ICH diszipliniert sein will, nicht, wo mir wer anderer vorschreibt, diszipliniert sein zu müssen.

Spiritualität läßt sich durch NICHTS Äußeres hervorrufen. Weder durch Hungern, noch durch Körperfeindlichkeit, noch durch bestimmte Praktiken.

Spiritualität erscheint dort, wo man auf einem Weg unterwegs ist, auf den man sich selbst mag, man ehrlich, bodenständig und normal ist und wo man einfach das Gute will und den Ar… hochkriegt, dieses Gute dann auch tatsächlich praktisch zu tun.

– Also das wäre meine Einschätzung hier. Danke für die Frage :o)

 


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